RCDS-Augsburg

Hochschulpolitik aktiv gestalten

RCDS Augsburg kritisiert linkskriminelle Inhalte in der Universitätszeitschrift „Universum“

01. Mai 2015|PDF

Der AStA legt in der neuen Ausgabe seines Hochschulmagazins „Universum“ den Studenten nahe, bei Geldknappheit Straftaten wie Urkundenfälschung, Diebstahl, Betrug etc. zu begehen.

In der kürzlich veröffentlichten Ausgabe 1/2015 des Unimagazins Universum, wurde ein anstößiger, wenn nicht gar subversiver Artikel unter Pseudonym publiziert. Der AStA ist im Sinne des Presserechts dafür verantwortlich. Eben dieser Beitrag mit dem Titel „Leben ohne Geld“ und dem Untertitel „Scheiß auf Geld, wenn du keins hast!“ zeigt teils illegale Alternativen für die Bestreitung des Lebensunterhalts auf. Einige der darin vorgestellten Methoden sind beispielsweise „Cannabis verticken“, den Modekonzern betrügen oder im Supermarkt „klauen“. Da der Beitrag in der Kategorie „Sammelsurium“ von der Redaktion mit keinem Warnschild für Ironie versehen wurde - was bei dieser Art von Texten als branchenüblich anzusehen ist - kann selbiger durchaus ernst gemeint bzw. ernst genommen werden und somit tatsächlich als Aufruf zu den dort vorgeschlagenen Straftaten gesehen werden.

Der RCDS distanziert sich deswegen vehement von den jetzt zu erlebenden Schriftwerk. „Prinzipiell sind solche studentischen Zeitschriftenprojekte sehr zu begrüßen. Und uns ist bewusst, dass die Erstellung eines Universitätsmagazins eine sicherlich nicht einfache Aufgabe darstellt. Nichtsdestotrotz sollte eine redaktionelle Aufbereitung der Inhalte durch den AStA gewährleistet sein.“, so Olivia Schmitt-Walter (Geschäftsführerin RCDS Augsburg). Auch ist es nicht unbefremdlich, dass oben genannte Inhalte durch den Allgemeinen Studierenden Ausschuss, somit im Namen aller Studenten der Universität Augsburg veröffentlicht wurden. Dazu der Vorsitzende des RCDS Augsburg, Georg Obermayer: „Es ist durchaus bezeichnend für die Geisteshaltung einiger Köpfe des AStA, ein solches Pamphlet im Namen aller Studenten der Universität Augsburg und mit öffentlichen Mitteln zu publizieren. Es ist generell bemerkenswert, wie im AStA mit staatlichen Geldern gewirtschaftet wird!“ 

Zusätzlich zur obigen Kritik, zeigt sich der RCDS Augsburg über die mangelnde Neutralität des Universum bestürzt. So enthält die aktuelle Ausgabe ein mehrseitiges Interview mit der Gruppierung „Die LISTE“. Man könnte solch ein Interview mit dem Neutralitätsgebot des überparteilichen AStA gerade noch in Einklang bringen, wenn ersichtlich wäre, dass in den folgenden Ausgaben weitere Interviews mit allen anderen Hochschulgruppen folgen würden. Jedoch fehlt es an solch einer Ankündigung. 

Damit wird kurz vor den anstehenden Hochschulwahlen der Eindruck der Privilegierung der LISTE erweckt, bei welcher der AStA-Vorsitzende und der 1. Stellvertreter des AStA-Vorstandes Mitglied sind. Da das Interview in Corporate Identity abgedruckt ist, schließlich Wahlwerbung der Gruppierung enthält und somit ca. ein Zehntel des Magazins füllt, ist selbiges Neutralitätsgebot offensichtlich verletzt. Diese Ansicht vertritt auch Moritz Reiser, ehemaliger Vorsitzender des Ältestenrats der Studierendenschaft: „Das wäre so, als ob die aktuelle Bundesregierung eine Publikation veröffentlichen würde, in welcher Wahlwerbung ausschließlich für die Regierungsparteien CDU/CSU bzw. SPD gemacht werden würde. Das ist schlicht inakzeptabel und muss Konsequenzen haben.“

Der RCDS Augsburg begrüßt somit das durch die Universitätsleitung vorübergehend ausgesprochene Verbot der weiteren Verbreitung dieser Ausgabe. Und spricht sich für ein zukünftig inhaltsstarkes und vor allem ein neutrales Universitätsmagazin aus!

Pressespiegel:

02.05.2015          Augsburger Allgemeine        Link

03.05.2015          Neue Szene                             Link

11.05.2015          Kanal C                                     Link (ab ca. 1:15 min)